"Wir geben unser Bestes,
war die Antwort nach Andre's guten Wünschen für den Gruppenausflug zum Darßmarathon, die in unserem Forum zu lesen war.
12 Läuferinnen und Läufer unserer Laufgruppe starteten am 24.04.2016 in Wieck beim 11.Darßmarathon über die Marathon- und Halbmarathonstrecke sowie beim Walken.

Ralf, Roland und Kathrin trafen wir kurz vor dem Start in der Arche, als sie sich, umgeben von wunderschönen Landschaftsfotos warm machten. 

Es war mit immerhin +2 Grad am Morgen draußen doch feuchtkalt, als Kathrin M., Roland K. und Ralf D. um 09.00 Uhr auf die Marathonstrecke gingen. Zuvor war ein Schneeschauer durchgezogen, der schlimmeres befürchten lies. Doch es zeigte sich plötzlich bescheiden die Sonne.

Jan mußte sich am Vortag verletzungsbedingt auf die Halbmarathonstrecke ummelden - eine kluge Entscheidung!

Jetzt war noch eine Stunde Zeit bis zum Start des Halbmarathons. Also noch etwas Zeit zum Auto zu gehen und die richtige Laufbekleidung zu wählen. Bei dem Aprilwetter war das eher schwierig. Immer wieder gingen die Blicke zum Himmel und auf die Wetterapp und dann ist man bestimmt wieder falsch gekleidet. Kurz oder Lang, Dick oder Dünn, alles war am Start zu sehen.

Pünktlich um 10.00 Uhr ging es nun auch für Heike, Martina, Britta, Carmen, Marion, Hilke, Jan und den Igel los. Der Gegenwind auf den freien Flächen bis Prerow hielt sich in Grenzen.

Nach etwa einen Kilometer sah ich plötzlich Martina neben mir, die sich lautlos von hinten angeschlichen hatte und ordentlich Tempo machte. Mir kamen mächtige Zweifel auf, ob ich dieses Tempo halten könne. An Kilometer 5 zeigte die Uhr etwa 23 Minuten, mein Gefühl hatte sich also nicht getäuscht, dass wir schnell unterwegs waren. Dann die Getränkestelle kurz vor Prerow. Martina kündigte an, dass sie durchlaufen werde, was ich wohl lieber auch hätte tun sollen, denn schnell war sie 25 Meter weg und nicht mal die vielen Zuschauer schafften es, mich mit ihrer Stimmung nach vorn zu treiben. Lässt mich das etwa alles kalt? Schließlich noch der Ruf eines Zuschauers, ..." Martina ist schneller!" Na gut hatte ich ja auch schon festgestellt! Mir war klar, da komme ich nicht mehr ran, zumal jetzt auch noch die Blase drückte und mir die Beseitigung dieses Zustands nochmals 25 Sekunden kostete.
Martina war weg, sei es ihr gegönnt!!!

Die Strecke führte nun lange durch den wunderschönen Wald des Naturschutzgebietes bis wir nach Born kamen.
War da schon wieder dieser Typ, der mir laut zurief, dass Martina jetzt gar 2 Minuten vor mir wäre. Alles klar , die Beine wurden noch schwerer!

Mein Blick ging jetzt eher zu den älteren Männern meiner Altersklasse. Weit und breit war da aber nichts, nur junge Männer und zwei jüngere Frauen. Also keine Gefahr und ein gutes Gefühl in meinem Alter, in diesem Kreis laufen zu können!

Jetzt noch 3 Kilometer bis zum Ziel, was also 7 1/2 Stadionrunden bedeutete, dann hab ich es geschafft. Der Blick ging zur Uhr, das könnte schneller sein, als beim Berliner Halbmarathon vor 3 Wochen.Also los noch mal, gibt auch du dein Bestes -Igel - sagte ich mir und versuchte noch zwei Läufer vor mir einzusammeln.
Schließlich blieb ich im Ziel nach längerer Zeit mal wieder unter 01:45 und wurde Zweiter in der M 60.

Der Sonnenschein machte es möglich, nun im Zielbereich nicht nur Martina zu gratulieren, sondern auch noch auf die Anderen unserer Laufgruppe zu warten und auf den letzten Metern anzufeuern oder noch ein Bild zu schießen. Hendrik kündigte jeden Lauf ABC ler mit seinen Hilfsmittel (Tröte) lautstark an.

In das Feld der ankommenden Halbmarathonläufer mischten sich nun immer mehr Marathonläufer, so auch Ralf, der sein Vorhaben mit 03:20 punktgenau umsetzte und auf Platz 4 in der AK kam.

Jetzt fehlte noch Karthrin M. und Roland. Bei Kathrin konnten wir unsere Absicht, sie mit unserer Fahne ins Ziel einlaufen zu lassen, verwirklichen. Wie sie sagte und schrieb, wohl ein bewegendes Gefühl und vorallem Überraschung!

Während für die Halbmarathonläufer schon die Siegerehrung lief, war Roland noch auf der Marathontrecke. Keiner konnte sich teilen, doch die Gruppe konnten wir teilen, um auch Roland ein gebührenden Zieleinlauf zu bescheren.

Als dieser Gedanke in die Tat umgesetzt wurde, war Roland schon im Ziel und stand schon unter der warmen Dusche. Danach überraschte er seine Fans durch ein Schulterklopfen an der Strecke.

Katrin R. wurde später auch im Ziel gesehen und hat also die Walkingstrecke gut geschafft.

Während Carmen und der Igel (jeweils Platz 2 in der AK) auf dem Strohballen zur Siegerehrung gerufen wurden, musste Martina erst eine Ergebniskorrektur erwirken, um auf den 1.Platz der AK gewertet zu werden.

Herzlichen Glückwunsch!!! 

Nun endlich konten wir im Sonenschein mit Sekt anstoßen und uns leckeren Kuchen, Nüsse oder Bratwürste schmecken lassen. Die Freude darüber gesund ins Ziel gekommen zu sein, verarbeitete Jeder auf seine Weise. 

Es hatte Jeder sein Bestes gegeben!!!!!!!

Insgesamt ein wohl sehr gelungener Ausflug, zu diesen wunderschönen Lauf, der wundervollen Gegend mit einer Super-Laufgruppe. Auch dem Sprecher bei der Siegerehrung war dies aufgefallen und einige Worte wert.

Danke an :
den Reiseleiter Kathrin, auch für den leckeren Kuchen (auch Martina), den Fahrer,
Betreuer und Fotografen Hendik, 
Carmen für die Organisation des Busses,
auch an Ralf für das Quartier in Zingst,
und ganz besonders an Susi, die leider fehlte, aber dafür gesorgt hat, dass wir am Samstag in so einen wunderschönen Restaurant so gut essen konnten.

Meine Sicht auf den Lauf - der Igel